Oktober 2011 – Krankenhaus II der Zusammenbruch

04.Oktober.2011

Am 04.10 bin ich dann nach der Woche Krankenhausurlaub wieder zu Arbeit gegangen. Gegen Mittag hatte ich das Gefühl Fieber zu bekommen. Mir ging es überhaupt

Computertomographie

Computertomographie

nicht gut, meine Sprache war völlig verwaschen und meine Koordination und mein Gang waren unsicher und schlecht. Jede Bewegung war anstrengend. Ich war froh als dann endlich Feierabend war und ich nach Hause konnte. Selbst das Auto fahren war anstrengend für mich. Mein Kollege den ich mitgenommen habe, war glaube ich zumindest, froh das er heil angekommen ist. Als ich dann endlich zuhause war, habe ich kaum den Weg vom Auto zu unserem Haus geschafft. Meine Frau hat mich schon von drinnen,  voller entsetzen ,  gesehen und kam mir entgegen um mich zu stützen und um mir zu helfen. Ihre Frage was denn mit mir los sei konnte ich nicht beantworten. Ich konnte nicht mehr sprechen! Ein Zustand der so manchem Ehepartner  sehr gefallen hätte, meiner Frau und mir zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht. Irgendwie konnte ich meiner Frau klar machen das ich mich nur sehr schwer artikuliere konnte. Sie hat dann nur noch gefragt und ich habe dann genickt oder den Kopf geschüttelt. 😦
Sie hatte Angst das ich einen Schub hätte. Das dem nicht so war konnte ich ihr erst Später klar machen.
Zuerst hat sie in der Uniklinik Magdeburg angerufen. Die diensthabende zum gegebenem Zeitpunkt anwesende Arztin konnte sich das überhaupt nicht erklären. Wie sind eigentlich die weiblichen Formen von Schwachkopf und Versager? Meine Frau vermutete das Kortison als Auslöser. Die Ärztin meinte das das nicht sein könnte und das das mir verabreichtet Kortison allgemein sehr gut vertragen würde.
Wie ist die weibliche Form von Arschloch? Kurzum, meine Süße rief dann unseren Hausarzt an und der meinte nur: Notarzt! Krankenhaus!

Gesagt, getan. Kurze Zeit später kam ein Rettungswagen  mit zwei Rettungssanitätern die mich dann mit einem Rollstuhl in den Wagen brachten um mich wieder ins Krankenhaus in die Notfallaufnahme zu bringen. Im Krankenhaus bekam ich erst mal Sauerstoff und eine Infusion.  Anschließend wurden mir wie im KH üblich gefühlte 2 Liter Blut zur Untersuchung abgenommen. Und zwischendurch warten, warten…
Ein CT wurde dann noch von meinem Bregen gemacht. Man hatte Sorge gehabt das unter Umständen sich etwas in meinem Hirn verändert hat (Hat sich auch. Mein Hasszentrum ist stark geschwollen), oder in Magdeburg irgendetwas übersehen wurde. Sieh an, die Ärzte trauen sich anscheinend gegenseitig auch nicht. Das CT ergab übrigens keinen Befund.
Die Blutuntersuchung jedoch schon. Mich hatte eine lächerliche Harnweginfektion entschärft. Die behandelnde Ärztin, eine sehr sympathische Frau, kritisierte das mir kein Kortison in Tablettenform zum ausschleichen gegeben wurde.

Ich habe dazu auch etwas im Netz gefunden:

Ein abruptes Absetzen von Prednisolon kann die Nebenwirkungen verstärken und den Hormonhaushalt des Patienten durcheinanderbringen. Besser ist ein langsames Absetzen von Medikamenten mit diesem Wirkstoff. Man spricht dabei von „Ausschleichen“. Prednisolon sollte also langsam in der Dosis verringert werden, bis der es schließlich ganz abgesetzt werden kann.

Gefunden habe ich es hier.

Mein Immunsystem ist durch das Kortison offenbar völlig im Keller. Zur Beseitigung der Blasenentzündung soll mir jetzt ein Antibiotikum intravenös gegeben werden.

Antibiotika?!

Ich habe gehört das für uns MSler Antibiotika nicht angebracht wäre weil es die Autoimmunreaktion verstärkt. Die Antwort der Ärztin: „So eine kleine Blasenentzündung kann in Ihren jetzigen Umständen schnell lebensbedrohend werden.“
Auf diskutieren hatte ich gerade keine Lust, die Ärztin glaube ich auch nicht.
Dann lasse ich mich doch lieber von meinem wiedererstarktem Immunsystem umbringen.

Langsam würde ich gern eine Rauchen. Ob ich eine Krankenschwestern bitten sollte mich mit dem Bett den Fahrstuhl runter und dann vor die Tür zu schieben. Ich finde das nicht zu viel verlangt, ich kann mich schliesslich kaum bewegen geschweige denn laufen. 😉
Okay, ich habe es mir verkniffen.
Nach dem das einchecken nun beendet war wurde ich auf ein Zimmer gebracht. Zwei Herren so um die 60 waren schon vor mir da. Beide hatten Krebs und waren zur Chemotherapie dort.
Arme Schweine.

05. Oktober 2012

Mit Ausnahme das heute Apple Mitgründer Steve Jobs verstarb ist nichts passiert.
Ach ja, ich habe doch noch keine geraucht.

06. Oktober 2012

Ich konnte nach hause und habe immer noch keine gequalmt. 🙂

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