Oktober 2011 – Schon wieder ein Befund?

Heute habe ich wieder Post von der Uni-Klinik Magdeburg Ratlosigkeitbekommen. Wie bereits von der MS-Schwester angekündigt war das ein erneuter Befund von der Klinik. Folgende Änderungen und Ergänzungen standen in dem erneuten Befund:

  1. Angeblich bin ich jetzt sekundär  chronisch progredient
  2. Mein Behinderungsgrad EDSS wurde mit 3,0 festgelegt
  3. Die Ergebnisse der elektophysiologischen Untersuchungen sind mit eingeflossen
  4. Die McDonald Kriterien für eine Multiple Sklerose sind erfüllt.
  5. In dem cMRT vom 03.08.2011 wurden sogenannte „black holes“ in meiner Rübe gefunden. Das ich nicht all zu viel im Kopf habe  meinten schon meine Lehrer. Aber schwarze Löcher? 😉
  6. Eine physiotherapeutische Beübung wird empfohlen.

Die Diagnose einer sekundären Progredienz  begründen die Ärzte folgendermaßen.
Ich zitiere aus dem Befund:

Dabei gehen wir von einem sekundär chronisch progredienten Krankheitsverlauf aus:  Das cMRT zeigt eine so hohe Läsionslast, z.T. mit „black holes“, so das wir davon ausgehen, das initial ein schubförmiger Verlauf vorlag. Aufgrund jedoch der anzunehmenden raschen Schubfolge ohne klinische Remission von Anfang an eine chronisch progrediente Verlaufsform vorgespiegelt wurde.

Was ist denn das für ein Blödsinn. Das steht ja alles auf sehr wackeligen Beinen. Offenbar haben mir die Quacksalber nicht richtig zugehört. Ich hatte nie Schübe! Die ganzen Wochen vor dem anstehenden Klinikaufenthalt habe ich mir Gedanken gemacht und in meinen Erinnerungen nach Verschlechterungen meines Gesundheitszustandes, kurzfristigen Ausfallerscheinungen o.ä. gesucht. Da war definitiv nichts. Ich war immer kerngesund und hatte nie MS-typische Symtome!
Ich gewinne immer mehr den Eindruck das man aus meiner primären eine sekundäre Progredienz macht um die Medikation einer Basistherapie zu rechtfertigen.
Diese Verfahrensweise der Magdeburger Ärzteschaft erweckt in mir kein Vertrauen mehr.

Nach dem Reinfall und den Folgen der Kortisongabe glaube ich denen überhaupt nichts mehr. Und schon gar nicht dieses schwammige, wirre Geschreibsel.
Mir ist auch nicht klar welche Änderungen sich für mich dadurch ergeben. Ach ja, dadurch das ich jetzt eine wirkungslose, mit starken Nebenwirkungen begleitete Basistherapie machen soll, beruhigt sich das Gewissen der Ärzte.

Das alles zielt darauf das ich eine Basistherapie machen sollte und nicht nur mein Gewissen damit beruhige dass ich aktiv was gegen meine MS tue.
Und wenn es wie bei den meisten nicht hilft und man doch im Rollstuhl landet?
Ich denke ich bleibe bei dem ersten Befund, der erscheint mit glaubwürdiger und nicht so an den Haaren herbeigezogen!

Ich werde auf jeden Fall mit einer alternativen MS-Therapie meiner progredienz zu Leibe rücken!!!

Abschliessend möche ich einen Absatz von Roger MacDougall aus „Kein Rosenbett – das andere Ende des Stethoskops“ zitieren:

Ich traf nie jemanden, der gutes über seinen Neurologen sagen konnte. Neben Henkern, Gerichtsvollziehern und Zahnärzten müssen diese zu den unbeliebtesten Berufsgattungen gehören. Und wenn ich es mir überlege entsteht überhaupt kein Verlust, wenn ein Patient seinem Neurologen den Rücken kehrt, solange er seinen Hausarzt nicht verlässt; keiner.

Roger spricht mir aus der Seele.

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